Hüftarthroskopie bei der Hüftblockade (Hüftimpingement)
Hüftschmerzen und Hüftarthrose durch Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk (Hüftimpingement)

Hüftschmerzen können viele Ursachen haben. Hüftschmerzen können durchaus sehr unterschiedliche Verläufe haben. Manchmal treten Hüftschmerzen als Ruheschmerzen nach großer Belastung auf. Hüftschmerzen treten auch als Anlaufschmerzen nach längeren Ruhezeiten auf. Diese Anlaufschmerzen weisen auf eine beginnende oder fortgeschrittene Hüftarthrose hin. Wenn Hüftschmerzen plötzlich und stechend in der Leistengegend oder außen an der Hüfte auftreten, spricht das für freie Knochen-Partikel im Gelenk (sog. freie Gelenkkörper). Diese freien Gelenkkörper können Arthrose auslösen. Durch eine Gelenkspülung unter Hüftarthroskopie können Sie jedoch beseitigt werden.
Weitere Ursachen von Hüftschmerzen
- Frühstadium der Hüftarthrose (Coxarthrose)
- Bewegungsblockaden des Oberschenkelknochens am Hüftgelenk (Impingement)
- Freie Gelenkkörper im Inneren des Hüftgelenks
- Verletzungen des Kopfbandes (Ligamentum capitis femoris)
- Verletzungen der Gelenklippe (Labrum acetabulare) nach Unfall
- Formstörungen von Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne
- Schleimhautentzündungen (Synovitis)
- Ungeklärte Hüftschmerzen
Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk (Hüftimpingement) sind ein dringendes Warnsignal, das die Patienten beachten sollten. Frühzeitige Konsultation und Klärung durch den orthopädischen Hüftspezialisten kann den aufmerksamen Patienten wichtige konservative und minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten erhalten.
Arthrose-Behandlung durch Hüftarthroskopie
Oft entdeckt der Hüftspezialist eine atypische Form der Gelenkpfanne oder einen Knochenhöcker auf dem Oberschenkelhalskopf als Ursache des Hüftimpingments. Viele dieser Ursachen können minimalinvasiv operiert werden. Die Reizung des Hüftgelenks und Knorpelzerstörung durch die Bewegungseinschränkung wird dadurch endgültig gestoppt.
Hüftimpimgement verursacht Hüftschmerzen bei sportlichen MenschenSportler beanspruchen ihre Gelenke stärker als andere Menschen: deshalb werden Bewegungseinschränkungen der Hüfte bei Sportlern eher bemerkt. Beim Hüftimpingement stößt der Oberschenkelhals an der Hüftpfanne an. Das schädigt den Gelenkknorpel und kann zur Bildung von Knochenfortsätzen (Osteophyten) führen. Der Grundstein für eine Hüftarthrose ist damit gelegt. Gerade sportliche Jugendliche mit Hüftimpingements können Ihre Hüftgelenke stark reizen. Erste dumpfe Schmerzen sollten hier bereits Beachtung finden, sonst kann es zu spät sein.
Offene Operationen sowie Prothesenoperationen können durch rechtzeitige minimalinvasive Behandlung in vielen Fällen daher gar nicht erst notwendig werden. Bei bereits fortgeschrittener Hüftarthrose ist die Hüftarthroskopie aber nicht mehr die Methode der Wahl.
Von Arthroseschmerzen unterscheiden sich Hüftimpingementschmerzen durch die Situationsabhängigkeit bzw. Bewegungsabhängigkeit der Schmerzentstehung. Die Bewegungsblockaden des Hüftgelenks bei Impingement sind so spezifisch, dass sie durch Abspreizung oder Innenrotation des Oberschenkels zuverlässig als stechende Schmerzen ausgelöst werden können. Durch Normalisierung der Oberschenkelposition (Abspreizung, Anwinkelung, Innenrotation) lässt die Schmerz sofort wieder nach.
Der Orthopäde wird sich bei der Untersuchung im Gespräch genau nach den Schmerzmustern seiner Patienten erkundigen, um daraus Hinweise für die Ursache der Hüftschmerzen zu ermitteln.



