Meniskus - Welche Funktion hat er? Warum muss man einen Meniskus operieren?
Was ist ein Meniskus?

Der Meniskus ist ein C-förmiger Knorpel im Kniegelenk zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Unterschenkelknochen. Jedes Knie hat ein Paar dieser Menisken: Einen Außen-Meniskus und einen Innen-Meniskus. Der Meniskus dient vor allem bei Belastung des Knies - Stößen und Sprüngen - als mechanischer Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkel.
Verletzung des Meniskus: Vorsicht, wenn es im Knie "knackt"
Meniskusschäden können durch langjährige Überlastung allmählich auftreten.

Es gibt aber auch unfallbedingte Ursachen: Vor allem bei Drehbewegungen des Knies unter Belastung - beim Fußball oder beim Skifahren - ist der Meniskus verletzungsanfällig. Der Moment der Meniskusverletzung ist für viele Patienten durch ein deutlich hörbares "Knack" markiert. Die häufigsten Verletzungen des Meniskus bestehen in Einriss oder Abriss des Meniskus.
Nach dem Meniskus-Riss wird es zum Beispiel schmerzhaft, in die Hocke zu gehen oder das Knie nach hinten abzuwinkeln. Die Schmerzen sind stark und stechend - ein umissverständliches Warnsignal, das sofort ärztliche Untersuchung erforderlich macht.
Diese Themen zu Kniechriurgie und Sportmedizin gehören zum orthopädischen Spezialgebiet von Dr. Schneider. Die hier besprochenen Verfahren werden in der Gelenk-Klinik durchgeführt. Sie können hier Kontakt zu Dr. Schneider aufnehmen

Als Erstversorgung eines Meniskusriss Mensikusschadens wird Kühlung und ein Druckverband empfohlen: Achten Sie jedoch darauf, daß die Blutversorgung intakt bleibt.
Diagnose: Wie erkennt der Orthopäde eine Meniskusverletzung?
Um begleitende Knochenverletzungen auszuschließen, wird das Knie geröntgt.
Mit manueller Untersuchung kann der Meniskusreiß recht weitgehend ermittelt werden. Zusätzlich kann man ein Meniskusproblem udn Begleitverletzungen auch mit Ultraschall sichtbar machen. Auch eine Kernspintomografie kann zu Rate gezogen werden, wenn die anderen Untersuchungsverfahren kein klares Bild ergeben.
In der Kniekehle kann sich nach Meniskus-Riss eine schmerhafte Baker-Zyste bilden. Oft sieht der Patient diese Bakerzyste als Ursache des Problems an.
Das genaue Ausmaß und die Lage einer Meniskusverletzung kann mit Arthroskopie (minimalinvasive Operation oder Schlüssellochtechnik) erkannt und auch gleich in der gleichen Sitzung operiert werden.
Behandlung des Meniskus: Abwarten ist gefährlich - Eine Arthroskopie kann Ihr Knie vor Arthrose retten
Risse im Meniskus können das Knie ganz blockieren, wenn die Meniskus-Trümmer sich im Gelenk verkeilen. Im Verlauf der Meniskusverletzung kann der Gelenk-Knorpel im Knie sehr schnell abgerieben werden, weil die natürlicherweise glatten Gelenkflächen aufgerauht sind. Nicht jede Meniskusverletzung benötigt eine Operation. Bei jungen Patienten kann je nach Position des Risses Physiotherapie (Krankengymnastik) ausreichend sein, um eine Meniskus-Heilung herbeizuführen. Bei älteren Patienten mit bereits vorhandener Kniearthrose und anderen Vorschädigungen des Kniegelenks kann eine Gelenksspiegelung (Arthroskopie) angeraten sein, um Folgeschäden zu verhindern und den unbeschädigten Teil der Menisken vor Abbau zu sichern.
Unbehandelte Meniskusverletzungen führen zu Kniearthrose
Die meisten Patienten mit Kniearthrose haben auch Meniskusverletzungen.
Arthroskopie: Rettung des Meniskus durch minimalinvasiven Eingriff

Ein spezialisierter Orthopäde kann eine Meniskusverletzung durch einen mininalinvasiven Eingriff (Arthroskopie) erkennen und gleich nähen oder glätten.
Die Arthroskopie kann nach Meniskusriss den Prozess der Knorpelzerstörung sofort stoppen. Das ist aber zeitkritisch: Wenn der Patient zu lange wartet, kann die Knorpel-Zerstörung im Knie zu weit fortgeschritten sein. Wenn die Diagnose und Arthroskopie durch den Facharzt früh genug erfolgt, haben Sie als Patient nach Glättung und Reparatur des gerissenen Meniskus sehr gute Aussichten auf ein gesundes Knie - frei von Arthrose und Schmerzen.
Es gibt neben Knorpelglättung auch die Möglichkeit, durch Nähen des Meniskus einen Riss zur Ausheilung zu bringen. Bei großflächigen Meniskuszerstörungen besteht die Möglichkeit, durch ein synthetisches Meniskus-Implantat oder einen natürlichen Spender-Meniskus zu helfen.


