Anzeichen, Ursachen und moderne Behandlung der Kniearthrose
- Was ist und wie entsteht Kniearthrose?
- Wie ist der Verlauf von Kniearthrose?
- Wie wird Kniearthrose untersucht?
- Kniearthrose konservativ behandeln: Physiotherapie, Schmerztherapie, Knorpelregeneration, Arthroskopie und Prothesen
- Kniearthrose Operation: Gelenkerhaltende, Gelenk-versteifende und Gelenk-ersetzende Operation
1. Was ist Kniearthrose (Gonarthrose)?

Kniearthrose (Gonarthrose) ist eine fortschreitende Beschädigung, später auch Abbau des Gelenkknorpels im Kniegelenk. Bei Kniearthrose wird der Knorpel im Knie rauh und rissig. Das Knorpelgewebe verliert seine Elastizität. Die Fähigkeit des Kniegelenks, knorpelernährende Gelenksflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) zu produzieren, nimmt mit zunehmendem Verlauf der Kniearthrose ab. Die Knorpelschicht zwischen den Knochen des Kniegelenks wird schmaler und brüchig. Im letzten Stadium der Kniearthrose wird das Kniegelenk stark schmerzhaft. Die Knochen reiben direkt und schmerzhaft aufeinander. Das Kniegelenk versteift: schmerzfreie Beweglichkeit des Knies im Alltag ist bei fortgeschrittener Arthrose nicht mehr möglich. Die Arthrose im Knie ist ein sich selbst verstärkender Krankheitsprozess. Je länger der Patient bei Knieschmerzen mit Diagnose und Behandlung der Kniearthrose wartet, um so geringer sind die Therapiemöglichkeiten des behandelnden Arztes. Knorpelgewebe können vom Körper nur sehr langsam regeneriert werden, weil sie nicht direkt durchblutet werden (bradytrophe Gewebe).
Kniearthrose ist eine sehr häufige Veränderung des Kniegelenks: 75% aller über 50-Jährigen haben Anzeichen von Kniearthrose. Jedoch ist die Kniearthrose bei den Wenigsten wirklich behandlungsbedürftig. Nur wenn der Knorpelabbau nicht altersgemäss verläuft, sondern stark beschleunigt oder schmerzhaft ist, wird Kniearthrose zum Grund für orthopädische Behandlung
Kniearthrose kann zwar langfristig zu einem schmerzhaften, zunehmend versteifenden Knie führen. Schließlich führt Kniearthrose sogar zum Verlust des Kniegelenks.
Jährlich werden in Deutschland als Folge von Arthrose im Knie über 80.000 Knieprothesen operiert.
Zu den wichtigen Ursachen für Kniearthrose gehören Fehl- und Überbelastung des Kniegelenks wie sie bei Sportlern, aber auch bei angeborenen Fehlstellungen des Knies auftreten (X-Beine oder O-Beine) Viele Patienten mit Kniearthrose haben verschleppte, nicht fachgerecht behandelte Verletzungen des Meniskus oder Kreuzbandverletzungen (Kreuzbandriss). Diese unbehandelten Verletzungen des Meniskus oder des Kreuzbandes können durch Destabilisierung des Kniegelenks den Prozess der Kniearthrose auslösen.



