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Hüftprothese - gibt es Alternativen? Hüftarthroskopie und Arthrodese

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Wichtige Begriffe und Synonyme
Coxarthrose, Hüftarthrose, Hüft-OP, Hüft-TEP, Hüftprothese, Totalendoprothese, Teilprothese, McMinn-Prothese, Hüftkappen-Prothese, Hüftgelenksprothese, Arthroplastik nach Girdlestone, Osteotomie, Arthrodese, Versteifung, Hüftarthroskopie
Arthrodesen- Versteifung des Hüftgelenks - ist ein Verfahren das nur dann zum Einsatz kommt, wenn der Einsatz einer Gelenksprothese nicht mehr möglich ist.
Arthrodesen- Versteifung des Hüftgelenks - ist ein Verfahren das nur dann zum Einsatz kommt, wenn der Einsatz einer Gelenksprothese (Hüft-TEP) nicht mehr möglich ist. © Gelenk-Doktor
Hüftprothesen sind bei eiErwägung gezogen werden, wenn eine Hüftprothese nicht möglich ist. Ein Beispiel: wiederkehrende Infektionen der Hüfte oder des künstlichen Hüftgelenks stark geschädigten und unbeweglichen Hüftgelenk eine zuverlässige und erpobte Behandlungsmöglichkeit. Alternativen wie Versteifung, Gelenks-Amputation, ergeben ein sehr unbefriedigendes Ergebnis für die Beweglichkeit und Lebensqualität des Patienten.

Diese Prozeduren waren vor Jahrzehnten üblich. Heute kommen diese Verfahren nur unter sehr speziellen Bedingungen zum Einsatz. Die Frage zu den Alternativen zu einer Hüftprothese wird so eigentlich zu einem Blick in die Geschichte der Hüft-Gelenkschirurgie.

Auch nach Durchführung einer Hüftarthrodese besteht die Rückzugsmöglichkeit von der Hüftarthrodese zur Hüftprothese: eine Versteifung kann jederzeit wieder durch eine Hüftprothese ersetzt werden, wenn die grundlegende Motivation zur Durchführung der Arthrodese, etwa Hüftinfektionen, die eine Prothese bedrohen können, weggefallen ist.

Hüftversteifungen (Arthrodesen) werden nur dann angewendet, wenn eine Hüftprothese nicht möglich ist

Bevor es zuverlässige Hüftprothesen gab, wurden Hüftgelenke bei schwerer Arthrose (Coxarthrose) einfach versteift. Bei dieser Operation wurde der Oberschenkelknochen fest mit dem Beckenknochen verschraubt: Das Gelenk wurde so effektiv eliminiert, Oberschenkel Becken verwuchsen.

Diese Themen zu Hüftarthrose und Hüftprothesen gehören zum orthopädischen Spezialgebiet von Dr. Schneider. Die hier besprochenen Verfahren werden in der Gelenk-Klinik durchgeführt.
Kontakt: Ihre medizinische Anfrage an Dr. Schneider senden.

Auch nach der Entwicklung von Hüftprothesen wurde diese Operation noch bei jungen Patienten angewendet, weil man damals befürchtete, daß Hüft-Totalendoprothesen (Hüft-TEP) bei aktiven jungen Patienten zu schnell abgenutzt würden. Inzwischen ist aber klar daß die Stabilität moderner Prothesen solche Maßnahmen auch bei jüngeren Patienten überflüssig macht.

Die Nachteile einer Hüftversteifung (Arthrodese) sind offenkundig: Die Hüfte wird unbeweglich, der Gang wurde atypisch. Die benachbarten Gelenke - Knie und die Wirbelsäule - wurden häufig überlastet und erlitten Schädigungen, die man als Begleitarthrose bezeichnete.

Heutzutage ist diese Operation in anderen Teilen der Welt aus Kostengründen noch in Gebrauch. Die Hüftversteifung kann dann in Erwägung gezogen werden, wenn eine Hüftprothese nicht möglich ist. Ein Beispiel: wiederkehrende Infektionen der Hüfte oder des künstlichen Hüftgelenks.

Hüftkopf-Amputation ("Arthroplastik nach Girdlestone") verkürzt das Bein

Bei dieser Therapie, praktisch eine Hüftkopfamputation, wird das Gegenstück der Gelenkspfanne entfernt. Das Bein wird um etwa 5 cm verkürzt. Der Oberschenkelknochen liegt direkt am Rand der Gelenkspfanne (Acetabulum) an.

Durch die Verkürzung des Beines wird der Gang atypisch. Meist muß die Verkürzung durch Sohlenerhöhung der Schuhe ausgeglichen werden. Diese Hüftkopfamputation wird heutzutage noch angewendet, wenn eine Hüftoprothese oder Hüft-TEP aus bestimmten Gründen nicht anwendbar ist.

Wegen des unbefriedigenden Ergebnisses für Gang und Beweglichkeit des Patienten ist die Hüftkopfamputation nicht üblich. Lediglich nach schweren wiederkehrenden Hüftinfektionen kommt sie als letztes Mittel zur Anwendung.

Hüft-Osteotomie: Korrektur-Operation des Hüftgelenks

Indikationen für Hüftosteotomie

Osteotomien des Hüftgelenks können sowohl die Hüftpfanne (Beckenknochen) als auch den Oberschenkelhalskopf betreffen.
  • Hüftdysplasie
  • Morbus Perthes Erkrankung in der Kindheit
  • Osteonekrose (Absterben des Knochens) im Hüftgelenkskopf
  • Epiphysiolyse
  • Oberschenkelhalsbrüche die schlecht zusammengewachsen sind

Die Osteotomie - Umstellung der Knochen durch eine Operation - ist eine gelenkerhaltende Operation des Hüftgelenks. Die Osteotomie kommt bei Patienten mit angeborenen Fehlstellungen - etwa Hüftdysplasie - zur Anwendung. Wenn die Gelenkspfanne zu flach, zu tief oder aus anderen Gründen nicht wohlgeformt ist, kann eine Osteotomie anatomisch normale Verhältnisse schaffen. Dadurch werden die Belastungslinien im Hüftgelenk normalisiert und die Abnutzung gebremst. Eine Osteotomie kann auch atypisch geformte Schenkelhalsknochen korrigieren, verlängern oder drehen.

Durch die großen Fortschritte in der Hüftprothetik kommen Osteotomien nicht mehr so oft zum Einsatz.

Gerade für ältere Patienten sind die sehr langen Heilungszeiten bei Osteotomien ungünstig: Weil Osteotomien eigentlich absichtlich herbeigeführte Knochenbrüche sind, kann es mehrere Monate gehen, bis die Hüfte wieder belastet werden kann. Das sind lange Phasen erzwungener Unbeweglichkeit, die zu schädlichem Abbau führen. Daher kommen Osteotomien eher noch bei jüngeren Patienten oder bei Kindern zum Einsatz. Bei jüngeren Patienten tritt eher die begrenzte Lebensdauer der Hüftprothese in der Vordergrund, die mit Sicherheit eine Revisionsoperation erforderlich macht.

 

Hüftarthroskopie - die minimalinvasive Operation des Hüftgelenks

Unter endoskopischer Sicht mit einer kleinen Kamerasonde kann der erfahrene Orthopäde Schädigungen des Hüftgelenks erkennen und mit kleinsten Instrumenten, die über Schläuche eingeführt werden, gleich beheben.
Hüftarthroskopie: Unter endoskopischer Sicht mit einer kleinen Kamerasonde kann der erfahrene Orthopäde Arthroseschäden des Hüftgelenks (Coxarthrose) erkennen und mit kleinsten Instrumenten, die über Schläuche eingeführt werden, im selben Operationsschritt beheben.

Eine Hüftarthroskopie - die minimalinvasive Operation des Hüftgelenks- kommt typischerweise zum Einsatz, wenn das Hüftgelenk durch Coxarthrose noch nicht sehr stark geschädigt ist.

Unter endoskopischer Sicht mit einer kleinen Kamerasonde kann der erfahrene Orthopäde während der Hüftarthroskopie Schädigungen des Hüftgelenks erkennen. Mit kleinsten Instrumenten, die über Schläuche eingeführt werden, kann eine Hüftarthroskopie diese Schäden sofort beheben.

Hüftarthroskopie behandelt und beseitigt Knorpelläsionen (Knorpelschädigungen), Knochensporne und Hüftimpingement. Auch frei umherschwimmende Knochenfragmente und Fremdkörper in der Hüft-Gelenkkapsel werden durch die Hüftarthroskopie erkannt und beseitigt. Die Hüftarthrose - die übermässige Abnutzung des Gelenkknorpels - kann so durch Hüftarthroskopie verlangsamt oder gestoppt werden, wenn die Ursache beseitigt ist. Durch eine Hüftarthroskopie - eine sehr spezialisierte minimalinvasive Operartion des Hüftgelenks - kann Coxarthrose jedoch oft verlangsamt oder ganz gestoppt werden. Eine Hüft-Prothesenoperation kann durch eine Hüftarthroskopie um viele Jahre hinausgeschoben oder ganz überflüssig werden.

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