Spricht eine Metallallergie gegen eine Hüft-TEP oder McMinn-Prothese?
Befund: Ruheschmerzen im Hüftgelenk mit Hüftarthrose und Hüftdysplasie

Die Behandlung von Hüftarthrose ist von folgenden Umständen abhängig
Die Behandlung dieser Erkrankung ist im Allgemeinen von vielen Voraussetzungen abhängig.- Wer ist von Hüftarthrose betroffen (Alter, Anspruch an die Belastung, Geschlecht, etc)
- Wie eingeschränkt ist der Alltag durch die Hüftarthrose?
- Welches Krankheitsstadium der Hüftarthrose liegt radiologisch (in Röntgenbildern) vor?
- Welche Einschränkungen durch die Hüftarthrose sind klinisch vorhanden?
- Welche Therapien der Hüftarthrose wurden schon versucht?
- Wie stark ist die der Hüftarthrose zugrundeliegende Hüftdysplasie ausgeprägt?
Konkrete Empfehlung zu Hüftprothese nach McMinn bei Metallallergie: Keramik-Beschichtung

Bei reinen Metallprothesen kommt es durch den unvermeidlichen Abrieb zu einer Ansammlung von Metall-Atomen im Körper des Patienten. Im allgemeinen ist das medizinisch unbedenklich, aber es gibt auch noch wenig Langzeiterfahrungen. Aber bei Menschen mit Metallallergie, wie bei Ihnen, oder sehr jungen Patienten, die oft jahrzehntelang mit Ihrer Prothese leben werden, gibt es für den Hüftspezialisten entsprechende Maßnahmen.
Wir verwenden wegen der fraglichen Metallproblematik gerade beim jungen Arthrose-Patienten, eine spezielle Oberflächenersatzprothese: Diese ist mit einer TiNNi Keramik beschichtet. Dieser Keramikmantel vermindert die Freigabe vom Metallen und damit die allergische Reaktionsbereitschaft. Sicherlich ist das in Ihrem Fall eine erste Lösung.
Die nächste Frage ist: wollen Sie als Patient überhaupt eine Oberflächenersatzprothese? Auch in Kenntnis der noch relativ unbekannten Langzeitergebnisse muss man alles im Vorfeld gut diskutieren. Nach einer gründlichen Untersuchung können wir zu einer gemeinsamem, gut begründeten Therapieentscheidung kommen.



